Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Multisportevents „Die Finals“ auch die Deutsche Meisterschaft der Ju-Jutsu-Mixed-Teams ausgetragen. Vier Regionalteams – Nord, Ost, Süd und West – traten in den drei Disziplinen Fighting, Ne-Waza und Duo gegeneinander an.
Für den Ju-Jutsu-Verein Herzogenaurach waren Fabian Erler und Fighting-Trainer Simon Attenberger dabei. Sie unterstützten das Team Süd in den Fighting-Gewichtsklassen über und unter 85 Kilogramm.
In der ersten Begegnung traf Team Süd auf Team Ost. Simon Attenberger stand dabei seinem langjährigen Kaderkollegen und weiterhin aktiven Bundeskaderathleten Daniel Zmeev gegenüber. Der früher in der Gewichtsklasse bis 77 Kilogramm gestartete Attenberger musste die Begegnung jedoch an den Kämpfer des Teams Ost abgeben.
Fabian Erler stellte als amtierender Deutscher Meister der Klasse bis 94 Kilogramm erneut eindrucksvoll unter Beweis, warum er derzeit die Nummer eins in Deutschland ist. Er bezwang Bundeskaderathlet Adrian Sejdu vorzeitig und erzielte damit gleichzeitig den entscheidenden siebten Punkt, der den Sieg für Team Süd sicherstellte. Da Erler in der Schwergewichtsklasse eingesetzt wurde, überließ er die weiteren Begegnungen seinem Teamkollegen, einem ehemaligen Schwergewichtsweltmeister.
Im Halbfinale wartete Team West. Simon Attenberger trat erneut gegen einen aktuellen Bundeskaderathleten an. Nach einer kurzen Findungsphase fand er immer besser in den Kampf, knüpfte an seine früheren Leistungen an und gewann die Begegnung nach Punkten. Durch einen knappen Gesamtsieg zog Team Süd ins Finale ein.
Dort kam es erneut zum Duell mit Team Ost, das sich gegen Team Nord durchgesetzt und damit ebenfalls für das Finale qualifiziert hatte. Für die entscheidende Begegnung stellten beide Mannschaften ihre Aufstellungen etwas um, sodass Simon Attenberger diesmal auf Jaschar Salmanow traf.
Beide verbindet eine lange gemeinsame Zeit in der Nationalmannschaft. Ihren größten gemeinsamen Erfolg feierten sie bei den World Games, von denen beide mit einer Goldmedaille zurückkehrten. Bei den Finals standen sie sich erstmals bei einem offiziellen Turnier als Gegner gegenüber, was dem Kampf eine besondere persönliche Spannung verlieh.
Simon Attenberger gelang es, seine Reichweite geschickt zu nutzen und Jaschar Salmanow auf Distanz zu halten. Obwohl viele Aktionen eng umkämpft waren, setzte er sich am Ende deutlich durch. Team Süd gewann das Finale schließlich erneut mit 7:6 und sicherte sich damit den Titel bei den Finals 2026 in Hannover.
