Die Finals 2026 in Hannover

Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Multisportevents „Die Finals“ auch die Deutsche Meisterschaft der Ju-Jutsu-Mixed-Teams ausgetragen. Vier Regionalteams – Nord, Ost, Süd und West – traten in den drei Disziplinen Fighting, Ne-Waza und Duo gegeneinander an.

Für den Ju-Jutsu-Verein Herzogenaurach waren Fabian Erler und Fighting-Trainer Simon Attenberger dabei. Sie unterstützten das Team Süd in den Fighting-Gewichtsklassen über und unter 85 Kilogramm.

In der ersten Begegnung traf Team Süd auf Team Ost. Simon Attenberger stand dabei seinem langjährigen Kaderkollegen und weiterhin aktiven Bundeskaderathleten Daniel Zmeev gegenüber. Der früher in der Gewichtsklasse bis 77 Kilogramm gestartete Attenberger musste die Begegnung jedoch an den Kämpfer des Teams Ost abgeben.

Fabian Erler stellte als amtierender Deutscher Meister der Klasse bis 94 Kilogramm erneut eindrucksvoll unter Beweis, warum er derzeit die Nummer eins in Deutschland ist. Er bezwang Bundeskaderathlet Adrian Sejdu vorzeitig und erzielte damit gleichzeitig den entscheidenden siebten Punkt, der den Sieg für Team Süd sicherstellte. Da Erler in der Schwergewichtsklasse eingesetzt wurde, überließ er die weiteren Begegnungen seinem Teamkollegen, einem ehemaligen Schwergewichtsweltmeister.

Im Halbfinale wartete Team West. Simon Attenberger trat erneut gegen einen aktuellen Bundeskaderathleten an. Nach einer kurzen Findungsphase fand er immer besser in den Kampf, knüpfte an seine früheren Leistungen an und gewann die Begegnung nach Punkten. Durch einen knappen Gesamtsieg zog Team Süd ins Finale ein.

Dort kam es erneut zum Duell mit Team Ost, das sich gegen Team Nord durchgesetzt und damit ebenfalls für das Finale qualifiziert hatte. Für die entscheidende Begegnung stellten beide Mannschaften ihre Aufstellungen etwas um, sodass Simon Attenberger diesmal auf Jaschar Salmanow traf.

Beide verbindet eine lange gemeinsame Zeit in der Nationalmannschaft. Ihren größten gemeinsamen Erfolg feierten sie bei den World Games, von denen beide mit einer Goldmedaille zurückkehrten. Bei den Finals standen sie sich erstmals bei einem offiziellen Turnier als Gegner gegenüber, was dem Kampf eine besondere persönliche Spannung verlieh.

Simon Attenberger gelang es, seine Reichweite geschickt zu nutzen und Jaschar Salmanow auf Distanz zu halten. Obwohl viele Aktionen eng umkämpft waren, setzte er sich am Ende deutlich durch. Team Süd gewann das Finale schließlich erneut mit 7:6 und sicherte sich damit den Titel bei den Finals 2026 in Hannover.

Erfolgreicher Auftritt bei den Nürnberg Open im Ju-Jutsu

Mit sechs Sportlerinnen und Sportlern war unser Verein gestern bei den Nürnberg Open im Ju-Jutsu vertreten – und das mit großem Erfolg.

Den Auftakt machten Michi mit einem starken 3. Platz sowie Turan, der in der selben Klasse den 2. Platz belegte. Anschließend bestritt Tim seinen allerersten Wettkampf. Mit zwei souveränen Siegen sicherte er sich auf Anhieb den 1. Platz.

Danach gingen Elif und Jahan auf die Matte. Beide zeigten starke Leistungen und wurden mit einem 3. Platz für Elif sowie einem hervorragenden 1. Platz für Jahan belohnt.

Den Abschluss machte Tobi, der gegen einen bereits bekannten Gegner antrat. Nach zwei spannenden Kämpfen erreichte er den 2. Platz.

Mit insgesamt zwei ersten, zwei zweiten und zwei dritten Plätzen blicken wir auf einen rundum erfolgreichen Wettkampftag zurück. Ein herzlicher Dank gilt unseren Coaches, die die Sportlerinnen und Sportler den ganzen Tag engagiert begleitet und unterstützt haben.

Ju-Jutsu feiert Premiere bei den Finals – Zwei Athleten von Ju-Jutsu Herzogenaurach dabei

Eine besondere Premiere erwartet den Ju-Jutsu-Sport: Erstmals ist die Disziplin Teil der Finals, die in diesem Jahr in Hannover stattfinden. Das Multisportevent vereint die Deutschen Meisterschaften zahlreicher Sportarten und wird live von den öffentlich-rechtlichen Sendern übertragen.

Mit Simon Attenberger und Fabian Erler sind gleich zwei Athleten des Vereins für die Finals im Ju-Jutsu Fighting qualifiziert. Bei diesem Event treten die vier Gruppen West, Nord, Ost und Süd gegen einander an, wobei Fabian Erler und Simon Attenberger natürlich Süd vertreten.

Das Ju-Jutsu macht somit, als eine der größten Randsportarten, einen wichtigen Schritt weg vom Rand und kann sich neben anderen Sportarten wie Rudern, Beach-Volleyball, Gewichtheben und vielen anderen präsentieren.

Die Teilnahme an diesem erstmaligen und hochkarätigen Event ist für beide Sportler ein besonderer Erfolg und zugleich eine große Chance, den Ju-Jutsu-Sport einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen.

Deutscher Meistertitel für Fabian Erler

Erster Deutscher Meistertitel im Ju-Jutsu Fighting

Bei hochsommerlichen 37 Grad Celsius und noch höheren Temperaturen in der Wettkampfhalle sicherte sich Fabian Erler bei der Deutschen Meisterschaft im Ju-Jutsu Fighting in Erkelenz souverän seinen ersten Deutschen Meistertitel.

Im ersten Kampf gegen Alexander Zwietz aus Sachsen-Anhalt fand Erler nach anfänglichen Schwierigkeiten auf rutschiger Matte schnell zu seinem Rhythmus und gewann vorzeitig mit Full Ippon. Auch im zweiten Duell ließ er nichts anbrennen und besiegte Christian Geissler aus Sachsen bereits nach rund 40 Sekunden.

Im Halbfinale wartete mit Daniel Stamm aus Hessen ein starker Judoka und Brazilian-Jiu-Jitsu-Kämpfer. In einem taktisch geprägten und spannenden Kampf spielte Erler seine Stärken im Schlag- und Trittkampf aus und setzte sich knapp mit 14:12 Punkten durch.

Im Finale traf er auf Lukas Barth aus Nördlingen, den er bereits aus früheren Wettkämpfen kannte. Die zuvor erarbeitete Taktik ging von Beginn an auf. Trotz des permanenten Drucks seines Gegners behielt Erler die Kontrolle, baute seine Führung unter anderem mit einem Kniehebel am Boden aus und gewann das Finale verdient mit 19:14 Punkten.

Mit vier Siegen in vier Kämpfen, darunter zwei Erfolge durch Full Ippon, krönte sich Fabian Erler erstmals zum Deutschen Meister im Ju-Jutsu Fighting und feierte damit einen der größten Erfolge seiner sportlichen Karriere.

Wir gratulieren Fabian zu diesem beeindruckenden Erfolg!

Erfolgreiches Wochenende bei der Deutschen Schülermeisterschaft in Gelsenkirchen

Am vergangenen Wochenende nahm das Wettkampfteam des Ju Jutsu Herzogenaurach an der Deutschen Schülermeisterschaft in Gelsenkirchen teil und konnte dabei zahlreiche Erfolge feiern.

Der Samstag startete für unseren Verein mit Emil Knoblich. Für ihn war es die erste Teilnahme an einer Deutschen Schülermeisterschaft. Trotz harter Kämpfe zeigte er eine starke Leistung und konnte sein Debüt direkt mit der Bronzemedaille krönen.

Auch Tobias Krumm startete erfolgreich ins Turnier und gewann seinen Auftaktkampf deutlich. Mit weiteren starken Leistungen kämpfte er sich bis ins Halbfinale vor. Dort musste er anschließend zwei Niederlagen hinnehmen und belegte am Ende einen respektablen fünften Platz.

Pia Marie Fortmüller ließ während des gesamten Turniers nichts anbrennen. Bereits im zweiten Kampf traf sie auf die amtierende Europameisterin, die sie souverän besiegen konnte. Damit gelang ihr zugleich die Revanche für die Niederlage bei der Süddeutschen Meisterschaft. Anschließend setzte sie sich auch im Halbfinale durch und musste sich erst im Finale geschlagen geben. Mit einer starken Turnierleistung sicherte sie sich die Silbermedaille.

Am Sonntag gingen Ronja Herrmann sowie erneut Pia Marie Fortmüller an den Start. Ronja überzeugte dabei mit hervorragender Distanzarbeit und großer Widerstandsfähigkeit am Boden. Mit starken Leistungen kämpfte sie sich bis ins Finale vor. Dort musste sie sich nach einem starken Beginn leider geschlagen geben und gewann damit die Silbermedaille.

Pia Marie Fortmüller trat nach ihrem zweiten Platz im Fighting zusätzlich im BJJ an und zeigte erneut ihre Klasse. Mit zwei deutlichen Siegen sicherte sie sich verdient die Goldmedaille.

Ein besonderer Dank gilt den Trainern Simon Attenberger und Carolin Peter, die das Team während des gesamten Wettkampfs hervorragend betreut und unterstützt haben.

Landeslehrgang Allkampf in Herzogenaurach

Intensiv, lehrreich und voller Energie

Am Samstag, den 09.05.2026, fand in Herzogenaurach ein vierstündiger Landeslehrgang Allkampf unter der Leitung von Landestrainer Holger Tanzberger statt. Die Teilnehmenden erwartete ein abwechslungsreiches Training, das alle Distanzen des Allkampfs abdeckte: Schlagen, Werfen und Bodenkampf.

Ein Schwerpunkt lag auf dem ständigen Wechsel von Aktion und Reaktion. Holger betonte, dass Techniken im Allkampf selten isoliert stehen: Auf nahezu jede Bewegung gibt es eine passende Antwort und darauf wiederum eine weitere Reaktion. Entscheidend sei letztlich, wer seine Technik schneller, klarer und entschlossener durchsetzen kann.

Die Teilnehmenden konnten in allen Bereichen neue Impulse mitnehmen und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. Besonders positiv hervorgehoben wurde die angenehme Trainingsatmosphäre, in der sich alle gegenseitig unterstützten und voneinander profitierten.

Dreimal Silber für Herzogenaurachs Ju-Jutsukas

Fünf Ju-Jutsukas aus Herzogenaurach machten sich am vergangenen Wochenende auf den Weg zur Süddeutschen Meisterschaft, die in diesem Jahr in Durmersheim ausgetragen wurde.

Den Auftakt machte Emil Knoblich in der Klasse U14 bis 62 kg. In vier Begegnungen musste er sich lediglich einmal geschlagen geben und durfte sich damit über die erste Silbermedaille des Tages freuen.

Anschließend trat Pia Marie Fortmüller auf die Matte. Ihren ersten Kampf gewann sie souverän mit einem Full Ippon gegen eine starke Gegnerin. Im zweiten Duell traf sie auf die amtierende Europameisterin, der sie sich trotz großem Einsatz geschlagen geben musste. Damit gewann sie die zweite Silbermedaille für Herzogenaurach.

Als Nächster startete Paul Reinhardt. Nach einem von seinem Gegner angesetzten Würgegriff war jedoch eine Verletzungspause notwendig. Aufgrund von Kreislaufproblemen musste er den Wettkampf leider vorzeitig beenden.

Auch Tobias Krumm wurde in seinem Kampf unglücklich getroffen und brach den Wettkampf vorsorglich ab.

Den Abschluss bildete Ronja Herrmann, die sich zwei sehr starken Gegnerinnen stellte. Im ersten Kampf unterlag sie in den letzten Sekunden nur knapp einer erfahrenen Athletin. Den zweiten Kampf konnte sie hingegen mit einem Full Ippon für sich entscheiden. Damit gewann sie die dritte Silbermedaille des Tages.

Am Ende konnten sich vier der fünf Herzogenauracher Sportler für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Das intensive Training der vergangenen Wochen hat sich damit ausgezahlt. Ein besonderer Dank gilt den Trainern, die mit großem Engagement, viel Zeit und Herzblut hinter dem Team stehen.

Duo und Fighting Lehrgänge in Herzogenaurach

Am 11. April fand in Herzogenaurach ein intensives Duo-Stützpunkttraining statt. Rund 15 Duo-Paare aus ganz Bayern reisten gemeinsam mit ihren Trainern an, um diese spannende Disziplin kennenzulernen oder ihre Fähigkeiten weiter zu vertiefen. Unter der fachkundigen Anleitung der Trainer Tom und Adam konnten sich die Teilnehmenden wertvolle Tipps und letzte Feinabstimmungen für die bevorstehende Süddeutsche Meisterschaft erarbeiten.

Parallel dazu traf sich am 11. und 12. April erstmals seit längerer Zeit wieder der Bayerische Landeskader der Altersklassen U14 und U16 in Herzogenaurach. Das gemeinsame Trainingswochenende wurde intensiv genutzt, um sich gezielt und mit hoher Motivation auf die anstehende Süddeutsche Meisterschaft vorzubereiten. Neben dem sportlichen Fokus stand auch der Teamgedanke im Vordergrund, wodurch die Maßnahme zu einem rundum gelungenen Kaderlehrgang wurde.

Ein besonderer Dank gilt dem engagierten Organisationsteam sowie den zahlreichen helfenden Händen, die mit viel Einsatz ein beeindruckendes Buffet auf die Beine gestellt haben. Dank dieser Unterstützung war jederzeit für das leibliche Wohl aller Sportlerinnen und Sportler gesorgt. Ohne dieses Engagement wäre die gleichzeitige Durchführung beider Lehrgänge in dieser Form nicht möglich gewesen.

Herzogenauracher Ju Jutsuka bei EM erfolgreich

Heraklion/Kreta

Auf der Europameisterschaft im Ju-Jutsu gab es zum ersten Mal seit 9 Jahren wieder eine Beteiligung von Herzogenauracher Kämpfern. Die beiden Fighter Ronja Herrmann (U18 -57 kg) und Fabian Erler (Senioren -94 kg) hatten beide ihr internationales Debüt in Griechenland und konnten nach einer intensiven Vorbereitung Erfolge und Medaillen mit nach Hause bringen.

Ronja Herrmann startete in der U18 -57 kg. Im Auftaktkampf legte sie direkt vor und konnte sich einen knappen Sieg gegen die Kontrahentin aus Polen erringen. Leider musste sie sich im zweiten Kampf gegen eine Gegnerin aus Russland geschlagen geben. In der Trostrunde traf sie auf eine Französin, gegen welche sie mit ihrer Schnelligkeit und einer guten taktischen Marschroute den Sieg erringen konnte. Der nächste Kampf für Ronja Herrmann war leider ihr letzter des Turniers, nachdem sie der rumänischen Kontrahentin unterlag. Am Ende des Tages eine ausgeglichene Bilanz mit zwei Siegen und zwei Niederlagen für die Herzogenauracher Athletin und ein starker 7. Platz im internationalen Debüt.

©2026 Elsa Braun

Fabian Erler, welcher in der stark besetzten Männerklasse -94 kg antrat, stand gleich zu Beginn einem Griechen mit Heimvorteil gegenüber. Dieser war allerdings nutzlos, da Fabian Erler mit schnellen Schlagtechniken früh die Führung übernahm und bis zum Ende halten konnte. Im nächsten Kampf musste der 21-jährige Student gegen den Weltranglistenersten Filip Trajkovic aus Serbien antreten. Nach einem sehr guten Start in den Kampf hatte Fabian Erler zwei kurze Momente der Unachtsamkeit, welche ihm eine Disqualifikation einbrachten. In der Trostrunde durfte er nun gegen einen ukrainischen Athleten antreten. Diesen Kampf konnte Fabian erneut durch saubere Techniken für sich entscheiden.

Im Einzug um das kleine Finale stand ihm ein Spanier gegenüber. Den Längenvorteil des Spaniers konnte Fabian Erler mit Druck und Geschwindigkeit negieren und zeigte großes Durchsetzungsvermögen, womit er ins kleine Finale einziehen konnte. Hier traf er auf den äußerst taktischen Kämpfer Schullenklopper aus den Niederlanden. Doch der Herzogenauracher drehte den Spieß um und konnte nach einigen knappen Sequenzen seinen Gegner in eine taktische Zwickmühle zwingen. Der Gegner hatte die Wahl, viel zu riskieren oder wegen seines passiven Kampfstils einen 6. Strafpunkt zu erhalten, was die Disqualifikation bedeutet hätte. Er entschied sich allerdings, auf der Matte das Reden anzufangen, was im Ju-Jutsu nicht erlaubt ist. Somit konnte sich Fabian Erler über die Bronzemedaille und ein gelungenes Debüt auf der internationalen Bühne freuen.

©2026 Christian Zink

Dem noch nicht genug wurde Fabian Erler aufgrund der gezeigten Leistung für den Team-Wettkampf nominiert. In diesem treten fünf Athleten pro Nation in den jeweiligen Gewichtsklassen gegeneinander an. In diesem Wettkampf musste sich Deutschland gleich zu Beginn gegen den Gastgeber Griechenland geschlagen geben. Nach einem dominanten Sieg gegen Montenegro durfte der Herzogenauracher erneut im kleinen Finale für Deutschland kämpfen. Diesmal ließ er keinen Zweifel aufkommen und gewann mit über 10 Punkten Differenz gegen den rumänischen Kontrahenten. Mit diesem Sieg legte er die Weichen für das deutsche Team, welches seinem Beispiel folgte und jede Begegnung im kleinen Finale gewann. Dadurch konnten sich Deutschland und insbesondere Fabian Erler über eine weitere Bronzemedaille freuen!